
Nach der Übernahme der E-Plus-Gruppe hat der Telefónica-Konzern in einer Pressemitteilung Eckpunkte für den geplanten Stellenabbau vorgelegt. Demnach sollen in den nächsten vier Jahren 1.600 Vollzeitstellen abgebaut werden.

o2-Shop; Foto: Telefónica/Kay Strasser
Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden
Mit den geplanten Massnahmen sollen eigenen Angaben zufolge Synergien von mehr als fünf Milliarden Euro realisiert werden. Im Zuge dessen sollen von insgesamt 9.100 Stellen bis zum Jahr 2018 1.600 Stellen abgebaut werden. Das betrifft der Pressemeldung zufolge vor allem Doppelfunktionen, die durch den Zusammenschluss der Unternehmen entstanden sind. Zudem wird es aufgrund einer technischer Änderungen zu Jobstreichungen kommen: Durch das geänderte Verbraucherverhalten werden beispielsweise deutlich weniger SMS verschickt, in diesem Bereich soll Medienberichten zufolge künftig eingespart werden. Betriebsbedingte Kündigungen will der Konzern möglichst vermeiden. Für ausscheidende Mitarbeiter soll es Berichten zufolge ein Abfindungsprogramm geben.
Zudem teilt Telefónica mit, im Rahmen des Zusammenschlusses den Wandel der Branche aktiv mitzugestalten. Insbesondere das geänderte Nutzerverhalten, das hohe Geschwindigkeiten bei den mobilen Datendiensten erfordere, stelle die Branche vor neue Herausforderungen. Telefónica will daher weiter konsequent auf Vereinfachung und Digitalisierung setzen und effiziente und schlanke Strukturen aufbauen.
Beide Unternehmen gleichermaßen vom Stellenabbau betroffen
Unternehmensangaben zufolge werden E-Plus und Telefónica zu gleichen Teilen von dem Stellenabbau betroffen sein. Neben dem Hauptsitz in München werden weitere wichtige Funktionen in Düsseldorf verbleiben. Das Festnetzgeschäft des Konzern soll weiterhin von Hamburg aus betreut werden.
E-Plus ist seit Anfang des Monats eine einhundertprozentige Tochter des Telefónica-Konzerns. Durch den Zusammenschluss von Telefónica Deutschland und E-Plus ist der größte deutsche Anbieter entstanden, der die Unternehmen Deutsche Telekom und Vodafone auf den zweiten und dritten Platz verwiesen hatte.